Game Changer Minnow



Game Changer – bei diesem Streamer ist der Name sprichwörtlich Programm. Denn dieser Streamer hat die Fliegenfischerei auf Raubfische nachhaltig geprägt, vielleicht sogar revolutioniert. Ursprünglich von Blane Chocklett konzipiert und verbreitet findet sich der Game Changer heute in vielen Bereichen des Fliegenfischens wieder.

Beim Game Changer handelt es sich um kein spezifisches Streamermodell mit einer genauen Bindeanleitung. Viel mehr hat sich aus dem ursprünglichen Game Changer eigener Stil für Streamer entwickelt. In vielen verschiedenen Größen und unterschiedlichsten Ausführungen wird er sowohl im Süss- wie auch im Salzwasser gefischt und fängt dabei von der Forelle bis zum Tarpon jeden Raubfisch.

Was ist aber so besonders an diesem Streamer? Das sicherlich auffälligste Merkmal des Game Changer ist seine unerreicht hohe Beweglichkeit. Diese verdankt er dem stark gegliederten Aufbau, denn der Game Changer wird nicht klassisch auf einen Hakenschenkel gebunden, sondern die einzelnen Körpersegmente werden auf eigens entwickelte Glieder gebunden, die ihrerseits untereinander eingehängt sind. Die „Kette“ von mehr oder weniger vielen gebundenen Körpersegmenten bilden die „Wirbelsäule“ des imitierten Köderfisches und diese verleiht dem Game Changer seine unglaubliche Bewegungsfreiheit und seine verlockende Aktion im Wasser.

Aufgrund dieser täuschend echt wirkenden Schwimmbewegungen wird der Game Changer auch manchmal als Swimbait der Fliegenfischerei bezeichnet. Das ist sicherlich nicht übertrieben. Ganz im Gegenteil, mit den verwendeten Materialien lassen sich Beutefische überaus realistisch imitieren, sodass der Game Changer eine absolut natürliche Fisch-Silhouette im Wasser erzeugt. Damit aber nicht genug. Denn aufgrund des sehr geringen Gewichts lassen sich Game Changer mit der Fliegenrute gut werfen und schweben sehr verlockend im Wasser.

Kein Gewicht bedeutet auch kein Widerstand und so arbeitet der Game Changer bereits bei der kleinsten Bewegung. Die täuschend echte Schwimmbewegung wird auch durch die Fasern des Körpermaterials erzeugt, welches durch die Eigenbewegung des Streamers oder der Strömung Reflektionen erzeugt und so dem Game Changer scheinbar Leben einhaucht. Zudem verändert sich bei unterschiedlichen Einholgeschwindigkeiten und je nach Steifigkeit der Körperfasern das Profil des Game Changers. Wird er schnell geführt oder spielt er in schneller Strömung legen sich die Fasern durch den Strömungsdruck enger an den Körper, ansonsten stehen sie weiter ab und vergrößern dadurch auch das Profil des Game Changer. Mit schnellen Strips und abrupten Einholpausen pulsiert der Game Changer so richtiggehend im Wasser und übt einen ungemeinen Reiz auf alle Raubfische aus.

Die meisten Bisse kommen genau im Moment dieser Einholpausen, wenn keine Spannung mehr auf der Schnur ist, der Game Changer langsamer wird, sich ein wenig „aufbläht“ und die Richtung ändert oder leicht zur Seite kippt. Daher empfiehlt es sich, bei einem Biss nicht verfrüht und somit in die durchhängende Schnur anzuschlagen. Vielmehr sollte man einen kurzen Moment warten, bis der Räuber mit der vermeintlichen Beute abdreht, um einen soliden und sicheren Anhieb zu setzen.

Und auch im Drill zeigt sich der Game Changer anderen Ködern mindestens ebenbürtig, wenn nicht überlegen. Die große Bewegungsfreiheit dieses Streamers aufgrund seines gelenkigen Aufbaus bietet dem Fisch keinen Hebel, um sich vom Haken zu befreien, wenn er den Kopf schüttelt und aus dem Wasser springt. Ein Problem, das bei starren Kunstködern häufig auftritt. Dieser flexible Streamer folgt allen Bewegungen des Fisches, so dass du im Drill deutlich weniger Aussteiger hast.

Der Game Changer hat die Fliegenfischerei sicherlich um eine wichtige Facette bereichtert. Er kann auch deine Fischerei bereichern und dir viele unvergessliche Momente auf der Jagd nach deinen bevorzugten Raubfischen bescheren. Du bist nur wenige Clicks davon entfernt.