Fliegenschnüre für jeden Einsatzbereich

Mit der passenden Fliegenschnur besser werfen & mehr fangen



MIT DER RICHTIGEN FLIEGENSCHNUR BESSER WERFEN UND MEHR FANGEN

Beim Fliegenfischen kommt der Fliegenschnur eine ganz besondere Bedeutung zu. Denn sie ist nicht nur die Verbindung zwischen dir und der Fliege. Im Unterschied zu anderen Fischereimethoden ist beim Fliegenfischen die Schnur auch entscheidend, um deine Fliege überhaupt auswerfen zu können. Das dafür notwendige Wurfgewicht liegt nämlich nicht in der Fliege, sondern in der Fliegenschnur.

Mit einer auf deine Fliegenrute sowie die bevorzugte Technik abgestimmte Fliegenschnur wirfst du deutlich besser und entspannter. Weitere Würfe und präzisere Präsentationen bedeuten auch, dass du sehr viel effizienter fischen und schlussendlich mehr fangen kannst.

Daher möchten wir die an dieser Stelle einige Tipps geben, um die passende Fliegenschnur zu finden.

WAS IST EINE AFTMA-SCHNURKLASSE?

Die American Fishing Tackle Manufacturers Association (AFTMA) ist eine Handelsorganisation, die Standards für Fliegenschnüre und Fliegenruten festlegt. Einer der von der AFTMA aufgestellten Standards ist ein Klassifizierungssystem für Fliegenschnüre, das dir bei der Auswahl der richtigen Schnur für deine Fliegenrute hilft.

Das AFTMA-Klassifizierungssystem für Fliegenschnüre besteht aus einer Zahl, die sich auf das Gewicht der Schnur bezieht. Das Gewicht der Schnur ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl einer Fliegenschnur. Denn nur wenn Fliegenschnur und Fliegenrute gut aufeinander abgestimmt sind, kannst du das volle Potential deiner Fliegenrute nutzen und angenehm werfen.

Ist deine Fliegenrute beispielsweise für die Schnurklasse #5 ausgelegt, so wird sie sich mit einer Fliegenschnur der Schnurklasse #5 harmonisch und damit optimal werfen lassen.

DIE UNTERSCHIEDLICHEN PROFILE VON FLIEGENSCHNÜREN

Fliegenschnüre unterscheiden sich nicht nur aufgrund ihrer Schnurklasse, also ihres Gewichts. Fliegenschnüre können auch unterschiedliche Profile, also unterschiedliche Dicken aufweisen. Dabei unterscheiden wir grundsätzlich drei Profile (Taper) von Fliegenschnüren:

  • Level Lines: Das einfachste Schnurprofil ist eine Fliegenschnur mit gleichbleibendem Durchmesser über die gesamte Länge. Früher weit verbreitet, werden sie heute nur noch bei sehr speziellen Anwendungen wie dem Euro Nymphing mit ultradünnen Fliegenschnüren oder dem Tenkara-Angeln verwendet.
  • Double tapered (DT): Double tapered, also beidseitig verjüngte Fliegenschnüre weißen einen durchgehenden Durchmesser auf, der an beiden Schnurenden dünner wird, sich also verjüngt. Durch die dünnere Spitze kannst du die Fliege delikat präsentieren, da die Fliegenschnur sanfter abrollt. Dieses Schnurprofil kommt vor allem bei der Fliegenfischerei mit der Trockenfliege zum Einsatz.
    Ein großer Vorteil von DT-Schnüren ist auch die Möglichkeit, beide Seiten der Schnur fischen zu können. Ist eine Seite der Schnur abgenutzt und aufgeraut, wird die Fliegenschnur ganz abgewickelt und einfach andersherum wieder aufgewickelt. Auf diese Weise lässt sich die Nutzungsdauer einer DT-Schnur verdoppeln.
  • Weight forward (WF): Fliegenschnüre, bei denen das Wurfgewicht der Schnur zu einer Schnurspitze hin konzentriert ist, werden WF- oder Keulenschnur genannt. Dieses Schnurprofil erlaubt weite Würfe ohne großen Aufwand. Auch lassen sich große, schwere oder buschige Fliegen mit solchen Fliegenschnüren gut werfen.
    Die Keule besteht aus einem dickeren Belly, der das Schnurgewicht trägt, sowie einem Front und einem Rear Taper, mit abnehmendem Durchmesser. Die vordere Spitze sowie der gesamte hintere Teil, die sog. Running Line dieser Fliegenschnüre sind dünn gehalten. Die dünne Spitze sorgt für ein gutes Abrollverhalten, die dünne Running Line für wenig Reibung und damit weite Würfe. WF-Schnüre sind meist zweifarbig, damit du den Bereich der Keule leicht von der Running Line unterscheiden kannst. Das hilft dir, den optimalen Punkt für weite Würfe zu finden.

WORAUS BESTEHEN FLIEGENSCHNÜRE?

Moderne Fliegenschnüre werden aus einem monofilen oder geflochteten Kern hergestellt, der mit einer Beschichtung aus Polymer versehen wird. Diese Beschichtung sorgt für die unterschiedlichen Eigenschaften der Fliegenschnur. Eine hochwertige Fliegenschnur zeichnet sich durch eine geschmeidige Oberfläche aus, die gut und leicht durch die Ringe der Fliegenrute gleitet. Auch sollte sie eine ordentliche Lebensdauer aufweisen.

Früher wurden Fliegenschnüre aus Seide hergestellt. Zwischenzeitlich beinahe in Vergessenheit geraten, erfreuen sich diese Schnüre vor allem bei Kennern und Liebhabern in letzter Zeit wieder steigender Beliebtheit. Fliegenschnüre aus Seide haben ganz einzigartige Eigenschaften, die es sehr angenehm machen, mit ihnen zu fischen. Allerdings ist der Pflegeaufwand einer Seidenschnur auch um einiges höher als jener einer modernen Fliegenschnur aus Kunststoff. Bei richtiger Handhabe und Pflege kannst du mit einer Seidenschnur über viele Jahre ganz hervorragend fliegenfischen, sodass sich auch der höhere Anschaffungspreis relativiert. Eine Auswahl ausgezeichneter Fliegenschnüre aus Seide findest du hier

SOLL ICH EINE SINKENDE ODER EINE SCHWIMMENDE FLIEGENSCHNUR VERWENDEN?

Dies hängt in erster Linie davon ab, in welcher Wassertiefe du deine Fliegen präsentieren möchtest. Grundsätzlich unterscheiden wir:

  • Schwimmende Fliegenschnüre (F für floating): Die Beschichtung der Fliegenschnur hat ein geringes spezifisches Gewicht, sodass die Fliegenschnur auf der Wasseroberfläche schwimmt.
  • Intermediate Fliegenschnüre (I für intermediate): Als Intermediate Fliegenschnüre werden solche Schnüre bezeichnet, die nur sehr langsam sinken und eher in der Wassersäule schweben.
  • Sinkschnüre (S für sinking): weisen eine Beschichtung auf, die mit Zusätzen beschwert wird, um eine bestimmte Sinkrate zu gewährleisten. Diese wird normalerweise in IPS (inch per second, also Zoll pro Sekunde) und einer Zahl angegeben. 3 IPS bedeutet nicht anderes, als dass diese Schnur im Mittel rund 3 Zoll pro Sekunde, also etwa 7,5 cm pro Sekunde sinkt. Somit kannst du deine Fliegen in einer genau definierten Tiefe anbieten, indem du nach dem Werfen einfach die Sekunden zählst, bevor du mit dem Einholen beginnst.

Bei Intermediate und Sinkschnüren findest du darüber hinaus Modelle, bei denen die gesamte Schnur sinkt, oder nur das Spitzenteil (sog. sink tip), während der hintere Teil der Schnur schwimmend ist. Meist ist dieser Teil der Schnur zudem anders gefärbt.

DIE PASSENDE FLIEGENSCHNUR

In unserem Online-Shop bieten wir dir eine breite Auswahl an unterschiedlichen Fliegenschnüren, sodass du für jedes Gewässer und jede Angeltechnik die richtige Fliegenschnur findest. Du möchtest dir eine neue Fliegenschnur kaufen, bist aber unsicher, welche Fliegenschnur am besten zu dir und deiner Fliegenrute passt? Dann kontaktiere uns doch einfach. Gemeinsam finden wir die passende Fliegenschnur.