Parachutefliegen und...

Parachute & Klinkhamer

Parachutefliegen und Klinkhamerfliegen haben gegenüber traditionellen Fliegen mehrere Vorteile. Durch die spezielle Bindeweise, bei der die Hecheln eine breite fallschirmartige Basis bilden, landen die Fliegen sehr sanft auf der Wasseroberfläche, was für scheue Fische sehr wichtig sein kann.

Gleichzeitig kann der Körper der Fliege in den Oberflächenfilm des Wassers eintauchen und wird dort vom Hechelkranz gehalten. Dadurch ist der komplette Fliegenkörper von der Fischperspektive aus sichtbar.

Dank ihrer Fallschirm-Bauweise landen Parachutefliegen immer korrekt auf dem Wasser und schwimmen gewöhnlich besser als klassische Trockenfliegen. Außerdem sind sie dank der Fahne (auch Post genannt), die oft farbig ausgeführt ist, sehr gut sichtbar.

Klinkhamerfliegen werden wie Parachutefliegen gebunden, allerdings befindet sich der Fliegenkörper komplett im Wasser, also noch etwas tiefer als bei normalen Parachutefliegen. Außerdem wird immer ein gebogener Haken (Grub) verwendet. Hans Van Klinken hat die Klinkhamerfliegen (mit einem "m") in den 1980er Jahren erfunden.

Paraloopfliegen sind eine Weiterentwicklung der Parachutefliegen für relativ schnelle Gewässer. Der buschige Hechelkranz wird an der Oberseite des Insektenkörpers eingebunden - wegen des hohen Lufteinschlusses, schwimmen diese Fliegen ausgezeichnet.